Was ist bei der Anreise zu einem Vorstellungsgespräch zu bedenken?

Das Allerwichtigste ist, dass Sie pünktlich zu einem Bewerbungsgespräch erscheinen. Unpünktlichkeit ist nicht nur unhöflich sondern kann auch ein Grund sein, warum Sie die Stelle nicht erhalten. Denn auch im Berufsleben ist Pünktlichkeit ein wichtiger Aspekt - kein Unternehmen hat Interesse an einem Mitarbeiter, der oft unpünktlich zur Arbeit erscheint oder sich sogar bei wichtigen Meetings verspätet.

Daher ist es ratsam, die Anreise genau durchzuplanen. Wenn sich das Unternehmen in der Nähe Ihrer Wohnung befindet, ist es empfehlenswert, die Strecke vorher einmal abzufahren und zu schauen, wie lange sie brauchen. Erkundigen Sie sich auch rechtzeitig, ob sich auf der Strecke Baustellen befinden und ob es sich um eine viel befahrene Strecke handelt. Sollten Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, sollten Sie unbedingt die Fahrpläne studieren und an den Haltestellen oder im Internet nachschauen, ob es am Tage Ihres Gesprächs Fahrplanänderungen gibt oder ob Sie mit Verspätungen zu rechnen haben. Dies gilt natürlich auch, wenn Sie eine weitere Strecke zum Vorstellungsgespräch zurücklegen müssen. In diesem Fall ist es ratsam, öffentliche Verkehrsmittel der eigenen Anreise mit dem Auto vorzuziehen. Dadurch ersparen Sie sich eine Menge Stress, die mit der Suche nach dem richtigen Weg verbunden ist. Zudem sind öffentliche Verkehrsmittel in den meisten Fällen zuverlässiger als das Auto, mit dem Sie in einen Stau geraten könnten. Zudem entfällt die Parkplatzsuche. Denken Sie bei der Planung mit öffentlichen Verkehrsmitteln aber unbedingt daran, Zeitpuffer einzubauen, um eventuelle Verspätungen zu kompensieren. Wenn Ihr Vorstellungsgespräch also beispielsweise um 11 Uhr statt findet, sollten Sie nicht den Bus nehmen, der laut Fahrplan um 10:55 Uhr 500m vom Ort des Gesprächs entfernt hält. Nehmen Sie in diesem Fall lieber einen Bus früher und machen noch einen kleinen Spaziergang oder nutzen die Zeit, um sich noch einmal zu sammeln und tief durchzuatmen. Auch für die Anreise mit dem PKW gilt natürlich, dass Sie genügend Zeit einplanen sollten. Seien Sie lieber 20 Minuten zu früh da, als fünf Minuten zu spät.

Sie sollten auch auf jeden Fall das Einladungsschreiben mit zum Vorstellungsgespräch nehmen. In den meisten Fällen ist dort eine Wegbeschreibung oder ein Plan beigelegt. Manche Schreiben enthalten sogar Angaben zu Bus- oder Bahnverbindungen. Aber darauf sollten Sie sich nicht blind verlassen. Schauen Sie lieber einen Tag vorher noch einmal im Internet nach, ob es irgendwelche Änderungen gibt. Außerdem finden Sie auf dem Einladungsschreiben immer den Namen und die Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners. Sollte also bei der Anreise trotz sorgfältiger Planung etwas dazwischen kommen - z.B. ein Stau, eine Zugverspätung oder gar ein Unfall -, informieren Sie umgehend Ihren Gesprächspartner über die Verspätung. Es gibt Dinge, die Sie einfach nicht verhindern können. Dafür wird auch der Personaler Verständnis haben. Auch wenn Sie den Weg zum Unternehmen nicht finden sollten, scheuen Sie sich nicht, beim Unternehmen - idealerweise im Sekretariat o.Ä. - anzurufen und danach zu fragen. Wenn Sie dann, idealerweise etwas zu früh, beim Unternehmen sind, sollten Sie sich noch nicht gleich bei Ihrem Gesprächspartner anmelden, um seine Planung nicht durcheinanderzubringen. Er wird Sie ungern warten lassen wollen, hat aber womöglich noch andere Dinge zu tun. Sie würden ihn mit Ihrer früheren Anmeldung also in eine Art Zwickmühle bringen. Nutzen Sie die Zeit für einen Spaziergang, einen Gang zur Toilette oder eine Erkundung der Räumlichkeiten - sofern dies möglich ist und nicht unangenehm auffällt. Melden Sie sich aber auf jeden Fall rechtzeitig beim Empfang und warten, bis Sie aufgefordert werden, Ihren Gesprächspartner aufzusuchen. Die Kosten für die Anreise werden vom Arbeitsamt oder vom zukünftigen Arbeitgeber übernommen.

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